Werner Scholz
Walter Etzold vom Schachzirkel ElstertaL Langenberg wurde Landesmeister der
Schachsenioren
Vom 29.09. bis 07.10. 2011 wurden die 19. Offenen Landesmeisterschaften der Schachsenioren von
Brandenburg bereits zum dritten Mal in Eberswalde im Gasthof
„Haus am Stadtsee“ ausgetragen.
31 Spieler kämpften um die Landesmeistertitel im Normal-, Schnell- und Blitzschach. Durch die Erkrankung
des zweifachen Landesmeisters Dr. Dieter Schenk entstand diese ungerade Zahl und somit war in jeder
Runde ein Spieler
spielfrei.
Das Teilnehmerfeld setzte sich aus Schachspielern aus 6 Bundesländern zusammen:
21 Spieler aus Brandenburg,
5 Spieler aus Berlin,
2 Spieler aus Sachsen,
1 Spieler aus Bremen,
1 Spieler aus Thüringen und
1 Spieler aus Mecklenburg-
Vorpommern.
Von den 31 Spielern sind 11 Mitglieder des Landessenioren- Schachvereins
Brandenburg e.V.
(LSSVB).
Mit 7 Spielern war Cottbus und die umliegenden Schachvereine stark vertreten.
Die Eberswalder Schachsenioren nutzten den Heimvorteil und nahmen mit 5 Spielern am Turnier teil.
Leider war kein Schachsenior aus der Landeshauptstadt dabei.
Das Teilnehmerfeld war mit einem DWZ- Durchschnitt von 1653 nicht so gut wie in den vorangegangenen
Jahren besetzt.
Der Deutschlandpokal, die Deutsche Meisterschaft der Ländermannschaften im Vorfeld und der
Punktspielbeginn in Brandenburg bereits am 25.09.2011 veranlasste einige starke Spieler die
Landesmeisterschaft auszulassen.
Gespielt wurden 9 Runden nach Schweizer System. In der ersten Runde spielte demnach der Erste der
Setzliste gegen den 16, der 2. gegen den 17 .usw. Dadurch hatten die Spieler, die sich gegenübersaßen
mindestens 250 Punkte
DWZ-Unterschied.
An den ersten 9 Tischen setzten sich auch die Favoriten durch aber dann nahm der an Platz 25 gesetzte
Dietrich Link dem 10. Stephan Sprutta, der 26. Wolfgang Anlauf dem 11. Frank Rehder und der
27. Heinz-Dieter David dem 12. Manfred Gensch je einen halben Punkt
ab. Noch schlimmer erwischte es den 15. Klaus Kolkwitz mit den weißen Steinen gegen den 30. Dr. Müller
-Schwartz. Er büßte als einziger
der Favoriten einen vollen Punkt ein.
Auch in der 2. Runde gibt es noch größere DWZ-Unterschiede. Der 24. Reinert Modrow einigte sich mit dem
17. Volkmar Berger schnell auf ein Remis. Die Überraschung war aber die erneute Niederlage vom 15. Klaus
Kolkwitz gegen den 26. Wolfgang Anlauf und der Siegdes 14. Oskar Husser gegen den 3. Peter Kahn.
Mit einem blauen Auge kam der 11. Frank Rehder gegen den 31. Hilmar Höhne davon. Hilmar Höhne konnte
die klaren
Vorteile im
Bauernendspiel nicht nutzen und verlor noch.
In der 3. Runde kamen sich an den ersten Tischen die Favoriten schon näher. Der 1. Rainer Birk spielte gegen
den 6. Alfred Barwich und
der 5. Klaus –Dieter Kühne spielte gegen den 2. Walter Etzold . Beide Partien endeten recht schnell remis.
Ob Rainer Birk mit den weißen Steinen nicht zu großzügig einen halben Punkt aus der Hand gegeben hat?
Peter-Michael Gerhardt setzt sich allein mit voller
Punktzahl an die Spitze.
In der 4. Runde spielt er an Tisch1 gegen Rainer Birk und schnell gibt es ein „Großmeisterremis“. An Tisch 2
schlägt Walter Etzold Alfred Barwich recht schnell und setzt sich gemeinsam mit Peter Michael Gerhardt
an die Spitze. Beide treffen folglich in der 5. Runde aufeinander und trennen sich schon nach 20 Minuten remis.
An Tisch 2 spielte Rainer Birk gegen Stephan Sprutta. Bei der ersten Zeitkontrolle war Stephan Sprutta in
Zeitnot, löste sie aber recht clever und kam danach sogar in Vorteil aber Rainer Birk rettete durch Dauerschach
einen halben Punkt. Am Tag der Einheit wurde an 9
Tischen unentschieden gespielt.
In der 6. Runde hat sich Dieter Türtmann an Tisch 1 niedergelassen und spielt mit den weißen Steinen gegen
Peter- Michael Gerhardt. Beide trennen sich remis. An Brett 2 spielt der 1. der Setzliste gegen den 2.
Auch Walter Etzold und Rainer Birk scheuten das letzte Risiko und einigten sich auf ein Remis. Stephan
Sprutta und Alfred Barwich holten einen vollen Punkt und so setzten sich 5 Teilnehmer mit 4,5 Punkten vor
Rainer Birk und Alfred Barwich mit je 4 Punkten an die Spitze. Lange und verbissene Kämpfe gab es im
Mittelfeld.
Hier ging es um DWZ- und Ratingpunkte und keiner wollte eine spielfreie Runde
haben.
Die 7. Runde brachte an den ersten 3 Tischen ein Remis. An Tisch 3 wurde aber gespielt bis jeder nur noch
den König und Alfred Barwich dazu noch einen Bauern hatte. Peter Michael Gerhardt konnte aber seinen
König stets in Opposition halten. An Brett 4 landete Rainer Birk einen vollen Punkt gegen Manfred Kothe
und damit standen 6 Spieler mit 5 Punkten an der Spitze der Rangliste und 3 folgten mit 4,5 Punkten, unter
ihnen der 19.der
Setzliste Horst Petersohn.
In der 8.Runde begann das heiße Finale. Die nach der Setzliste besser Platzierten egal ob mit Weiß oder
Schwartz setzten sich an den ersten 4 Tischen durch. Damit lagen die drei Favoriten mit je 6 Punkten vorn.
Walter Etzold hatte an Tisch 2 mit Horst Petersohn, der aber beachtliche 5 Punkte hatte, die leichteste
Aufgabe und fuhr auch einen Sieg ein. Da Peter-Michael Gerhardt und Rainer BirkIhren Gegnern Klaus-
Dieter Kühne und Dieter Türtmann einen halben Punkt lassen mußten, stand Walter Etzold aus Thüringen
mit
7 Punkten als Landesmeister von
Brandenburg fest.
Die 3 Erstplatzierten blieben ungeschlagen. Die zweite Wertung entschied bei Punktgleichheit zugunsten des
Bremers Peter- Michael Gerhard vor Rainer Birk aus
Cottbus.
Bester Nestor wurde wie im Vorjahr Alfred Barwich mit ebenfalls 6,5 Punkten.
Die Kategoriepreise erhielten:
DWZ über 1800
Dieter Türtmann
mit 5,5 Pkt.,
DWZ 1650- 1799
Stephan Sprutta
mit 6,0 Pkt.,
DWZ 1470- 1649
Horst Petersohn mit 5,0 Pkt. und
DWZ unter 1469
Wolfgang Anlauf mit 5,0 Pkt.
Den höchsten DWZ- Zuwachs hatten die Spieler Wolfgang Anlauf, Hilmar Höhne und
Hans-Jürgen Toth.



Gleich am zweiten Tag des Hauptturniers wurde der Landesmeister im Blitzschach
ermittelt.
10 Spieler von denen, die auch im Normalschach antraten, kämpften um diesen Titel. Es wurde eine
einfache Runde jeder gegen jeden gespielt. Ganz souverän setzte sich Rainer Birk gegen die Konkurrenz
durch. Er gab nur einen halben Punkt gegen Horst Keusch ab und siegte mit 1 ½ Punkten Vorsprung vor
Dieter Türtmann mit 7 und Horst Keusch mit 6 ½ Punkten. Eine Unachtsamkeit, die ihm den zweiten Platz
kostete, passierte Alfred Barwich. Er gab die Partie gegen Klaus- Dieter Kühne auf, obwohl bei dem schon
längst das Plättchen gefallen war. Leider musste Manfred Gensch nach der zweiten Runde wegen
Undiszipliniertheit
disqualifiziert werden.
Nach 6 Runden Normalschach wurde das Schnellschachturnier ausgetragen. 14 Spieler bewarben sich um
den Landesmeistertitel. Gespielt wurden zweimal 15 Minuten über 7 Runden nach Schweizer System.
Favorit im Schnellschach war Rainer Birk und er ließ auch keinen Zweifel an seinen Ambitionen
aufkommen.
Er spielte nur gegen Dieter Türtmann und Klaus-Dieter Kühne remis und gewann alle anderen Partien.
Auch Dieter Türtmann blieb ungeschlagen und erreichte mit 4 remis und 5 Punkten den 2. Platz. Klaus-
Dieter Kühne verlor nur gegen Dieter Türtmann und belegte mit 4,5 Punkten, punktgleich mit Horst
Keusch, Platz 3.
Völlig andere Zieleinläufe gab es bei den“ Randdisziplinen“. Wie immer wurde auch diesmal ein Skatturnier
ausgetragen.
Nach der 1. Runde führten Alfred Barwich und Dr. Werner Didzuhn recht eindeutig. Der Endspurt von
Klaus Trautmann war aber unwiderstehlich und er belegte mit 1244 Punkten vor Klaus- Dieter Kühne 1177
und
Alfred Barwich 1156 den 1.Platz.
Auch ein Bowlingabend im Eberswalder FIT & FAN mit 7 Teilnehmern wurde wieder durchgeführt.
Nach zwei Zehnerrunden setzte sich Volkmar Berger 223 Pkt. vor Manfred Kothe 193 Pkt. und Werner
Scholz 184 Pkt. durch.
Mit der Überreichung des Pokals, der Urkunden und der Preisgelder gingen 9
ereignisreiche Tage zu Ende.
Herzliche Glückwünsche an die Sieger und Platzierten.






Schäfer - Didzuhn Rehder - Toth Müller - David



Keusch - Kothe Kahn - Gensch Husser - Spruter